Eine umfassende Analyse des Mietmarktes in den größten polnischen Städten für das erste Halbjahr 2026. Erfahren Sie, wie sich die Mieten verändert haben, welche Städte am teuersten sind und welche Trends in den kommenden Monaten zu erwarten sind.
8 Sep. 2026 · 10 min · Zespół Brokik

Der Mietwohnungsmarkt in Polen entwickelt sich ständig weiter, und das Jahr 2026 bringt sowohl für Vermieter als auch für Mieter neue Herausforderungen und Chancen. Das erste Halbjahr war geprägt von moderaten Mietsteigerungen mit regionalen Unterschieden, deutlichen Veränderungen bei den Mieterpräferenzen und einem dynamisch wachsenden institutionellen Mietsegment. In diesem Bericht präsentieren wir eine detaillierte Analyse des Mietmarktes in Polens größten Städten.
Das erste Halbjahr 2026 brachte eine Stabilisierung des Mietmarktes nach den dynamischen Veränderungen der Jahre 2023–2025. Der landesweite durchschnittliche Mietanstieg lag bei etwa 4–6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum — eine deutliche Verlangsamung gegenüber den zweistelligen Zuwächsen aus dem Jahr 2023. Mehrere Schlüsselfaktoren prägen die Mietpreisentwicklung:
Warschau bleibt der unangefochtene Spitzenreiter bei den Mietpreisen in Polen. Im ersten Halbjahr 2026 lag die durchschnittliche Miete für eine Einzimmerwohnung im Stadtzentrum bei ca. 3.200–3.800 PLN, für eine Zweizimmerwohnung bei 4.200–5.500 PLN. Im Vergleich zu Ende 2025 entspricht dies einem Anstieg von ca. 3–5 % — ein deutlich langsameres Tempo als in den Vorjahren.
Ein interessanter Trend ist das wachsende Interesse an Stadtteilen außerhalb des strengen Zentrums — Mokotów, Wola und Praga-Południe verzeichnen eine stetige Nachfragezunahme, bedingt durch den Ausbau der Verkehrs- und Dienstleistungsinfrastruktur. Die Mieten in diesen Lagen sind 15–25 % niedriger als in Śródmieście, was besonders junge Berufstätige und Paare anzieht.
Krakau behauptet seine Position als zweitteuerster Mietmarkt in Polen. Die durchschnittliche Miete für eine zentral gelegene Einzimmerwohnung bewegt sich um 2.500–3.200 PLN, für eine Zweizimmerwohnung um 3.200–4.200 PLN. Die Mietsteigerungen im ersten Halbjahr 2026 lagen bei etwa 4–7 %, über dem Landesdurchschnitt.
Auf dem Krakauer Markt sind zwei Phänomene deutlich erkennbar: erstens ein wachsendes Premium-Segment durch den Zuzug internationaler Konzernmitarbeiter und IT-Fachkräfte; zweitens Druck auf dem studentischen Wohnungsmarkt aufgrund steigender Zahlen internationaler Studierender. Stadtteile wie Kazimierz, Podgórze und Zabłocie erfreuen sich besonderer Beliebtheit.
Breslau gehört weiterhin zu den dynamischsten Mietmärkten Polens. Die durchschnittlichen Mieten für Einzimmerwohnungen liegen bei 2.200–2.800 PLN, für Zweizimmerwohnungen bei 2.800–3.800 PLN. Die Stadt verzeichnet Steigerungen von 5–7 %, hauptsächlich angetrieben durch den expandierenden Technologiesektor und den Zuzug von IT-Spezialisten.
Besonders interessant ist die Entwicklung rund um neue Bürokomplexe in den Stadtteilen Psie Pole und Fabryczna, wo immer mehr auf Mieter ausgerichtete Wohnprojekte entstehen. Breslau zeichnet sich auch durch die wachsende Beliebtheit von Langzeitmieten auf Kosten der Kurzzeitvermietung aus, was den Markt stabilisiert und Vermietern mit Interesse an stabilen Einnahmen zugutekommt.
Der Mietmarkt in der Dreistadt ist durch eine ausgeprägte Saisonalität gekennzeichnet. Im ersten Halbjahr 2026 lagen die durchschnittlichen Mieten für Einzimmerwohnungen bei: Danzig — 2.300–2.900 PLN, Gdingen — 2.100–2.700 PLN, Sopot — 2.800–3.500 PLN. Die Mietsteigerungen im Jahresvergleich betrugen etwa 4–6 %.
Eine Besonderheit der Dreistadt ist der starke Einfluss des Kurzzeitmietemarktes auf die Langzeitmieten, insbesondere in Sopot und den Küstenstadtteilen von Danzig. Immobilienbesitzer entscheiden sich zunehmend für ein Mischmodell — Langzeitvermietung im Herbst und Winter, Kurzzeitvermietung im Sommer. Mietverwaltungstools wie Brokik erleichtern den Wechsel zwischen diesen Modellen dank flexibler Vertrags- und Abrechnungsverwaltung.
Posen verzeichnet mit etwa 3–4 % im ersten Halbjahr 2026 eine der niedrigsten Mietsteigerungen unter den großen polnischen Städten. Die durchschnittliche Miete für eine Einzimmerwohnung beträgt 1.900–2.400 PLN, für eine Zweizimmerwohnung 2.500–3.300 PLN. Die Preisstabilisierung ist größtenteils auf das wachsende Angebot neuer Mietwohnungen zurückzuführen, darunter PRS-Projekte.
Posen zieht vor allem Studierende und junge Mitarbeiter des Shared-Services-Sektors (SSC/BPO) an. Die Stadtteile Grunwald und Jeżyce bleiben durchgehend die beliebtesten, und auch das sich entwickelnde Gebiet rund um den Hauptbahnhof weckt zunehmendes Interesse.
Łódź und Kattowitz gehörten im ersten Halbjahr 2026 zu den Städten mit der höchsten Mietdynamik — 6–9 % bzw. 5–8 %. In Łódź lag die durchschnittliche Miete für eine Einzimmerwohnung bei 1.600–2.100 PLN, in Kattowitz bei 1.700–2.200 PLN.
In Łódź treiben die Revitalisierung der Innenstadt, die Entwicklung des Neuen Zentrums Łódź und die wachsende Präsenz von IT- und Business-Service-Unternehmen das Wachstum voran. Kattowitz profitiert von der Transformation der Oberschlesisch-Zagłębie-Metropole, Investitionen in die Kulturinfrastruktur und dem wachsenden Interesse ausländischer Investoren an der Region.
Die Analyse der Daten aus dem ersten Halbjahr 2026 ermöglicht die Identifizierung mehrerer Schlüsseltrends, die den Mietmarkt in den kommenden Monaten prägen werden:
Basierend auf der Trendanalyse der ersten sechs Monate ist zu erwarten, dass das zweite Halbjahr 2026 weitere moderate Mietsteigerungen von 2–4 % auf Halbjahresbasis bringen wird. Entscheidende Einflussfaktoren werden sein:
Angesichts der sich verändernden Marktdynamik sollten Vermieter auf mehrere Schlüsselbereiche achten. Erstens ermöglicht die regelmäßige Beobachtung der Marktpreise in der eigenen Region eine optimale Mietfestsetzung — ein zu hoher Preis bedeutet längere Leerstände, ein zu niedriger Preis bedeutet entgangene Einnahmen.
Zweitens kann die Investition in die Aufwertung der Wohnung — selbst kleinere Maßnahmen wie eine Auffrischung der Einrichtung oder die Modernisierung des Badezimmers — die Attraktivität des Angebots deutlich steigern und eine höhere Miete rechtfertigen. Drittens ermöglicht die Professionalisierung der Mietverwaltung mit Tools wie der Plattform Brokik eine effizientere Handhabung von Dokumentation, Fristen und Zahlungen, was zu einem besseren Erlebnis sowohl für Vermieter als auch für Mieter führt.
Das erste Halbjahr 2026 auf dem polnischen Mietmarkt steht für eine Phase moderater Stabilisierung nach Jahren dynamischen Wachstums. Die Mieten steigen, jedoch in einem vorhersehbareren und nachhaltigeren Tempo. Der Markt wird zunehmend professioneller — die Rolle der institutionellen Vermietung, der Prozessdigitalisierung und des bewussten Umgangs mit der Energieeffizienz von Immobilien wächst.
Für Vermieter ist es entscheidend, Markttrends zu verfolgen, in die Qualität des Angebots zu investieren und professionelle Verwaltungstools zu nutzen. Die Plattform Brokik unterstützt Vermieter in jeder Phase — von der Marktbeobachtung über die Vertrags- und Dokumentenverwaltung bis hin zur Zahlungskontrolle und Mieterkommunikation. In einem sich dynamisch verändernden Marktumfeld wird ein professioneller Ansatz in der Mietverwaltung nicht nur zum Wettbewerbsvorteil, sondern zur Notwendigkeit.

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